Hallo,
heute bin ich zufällig (auf der Suche nach einem größeren Käfig für
meine Rennmäuse) auf deiner Seite gelandet und muss sagen, ich bin
begeistert und auch beeindruckt, wie du das alles stemmst! Hut ab!
Ich selbst habe mal einen Chinchilla "gerettet". Ein paar Kilometer
entfernt wohnte eine demente "Gräfin", die sich mal Chinchillas gehalten
hat, um sich einen Mantel machen zu lassen. Eine Freundin von mir hat
sich dort um die Pferde und Kühe gekümmert und bekam das raus und so kam
eine Chin-Rettungsaktion zustande. Die gute Dame hatte die Chinchillas
entweder vergessen oder gar kein Interesse mehr daran. Die armen Tiere
saßen teilweise zu zweit in einem Metall"schubfach" (!!!) in der Größe
eines Schuhkartons (Gr. 37-38). Also wirklich entsetzlich! Und da es in
diesen Tierschubladen teilweise auch heftig zuging, waren die Chins alle
sehr traumatisiert und wollten gar keinen Kontakt zu ihren Artgenossen
haben, als sie dann die "Freiheit" kennen lernten.
Wir als Chinchillaneulinge hatten natürlich noch gar keine Ahnung,
damals war das Internet noch gar kein Thema. Wir haben den Chinchilla
(er wurde "Chili" getauft) in einen großen Hasenkäfig gesetzt, ihm Sand
und Liebe gegeben und obwohl er nicht artgerecht gehalten wurde, war er
so dankbar und wurde ein richtig glücklicher Chinchilla auf seine alten
Tage. Er durfte viel draußen laufen, wurde gebürstet (das Fell sah durch
die Schubladenhaltung und Prügeleien mit dem Mitbewohner fürchterlich
aus) und er mochte es. Heute würde ich natürlich vieles anders und
besser machen.
Das ist meine Erfahrung mit Chins, auch eine der wichtigsten in meinem
Leben, einfach weil ich weiß, dass es nicht viel braucht, um einem Tier,
das viel mitgemacht hat, ein schönes Leben zu bereiten. Und natürlich
würde ich es immer wieder machen - nur professioneller!
Also mach weiter so, hör nie mit der guten Arbeit (auch, was die
Unterstützung der evtl. überforderten Besitzer betrifft) auf!
Viele Grüße (auch an die Flauschkugeln)
Nicole M.